Borreliose

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Erreger der Zecken-Borreliose sind winzige Bakterien, die wie Korkenzieher aussehen. Hauptüberträger ist die weit verbreitete Zecke "Holzbock" (Ixodes ricinus).  

Entstehung einer Borreliose:

 

Borreliose entsteht, wenn Borrelien durch einen Parasiten (vorrangig der Zecke) oder durch direkten Blutkontakt mit einem infizierten Lebewesen, in die Blutbahn gelangen. Hier angekommen verbreiten sich die Bakterien zunächst über die Haut und schließlich im ganzen Organismus. Sie zerstören Gewebe und greifen Nerven an. Die Zecke gilt als Hauptauslöser der Borreliose bei Hunden. Sie kann aber auch durch andere blutsaugende Insekten, wie beispielsweise die Stechmücke, Pferdebremse oder der Laus übertragen werden. 

Symptome:

Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenige markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten.
 

  • Erste Anzeichen beim Hund:
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Gelenkentzündungen (meist an Vorder- und Hinterläufen)

 

Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch das Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe beschädigt werden.   

Therapie:

 

Die derzeitige Empfehlung für die Therapie der chronischen Borreliose ist eine 30-tägige Antibiotikagabe, die vier- bis fünfmal im Abstand von jeweils drei Monaten wiederholt wird. Jedoch deuten viele Studien darauf hin, dass Erreger aus Tieren mit chronischen Infektionen nur schwer zu eliminieren sind und Rückfälle trotz Behandlung vorkommen, sogar wenn die Behandlung wochen- oder monatelang fortgesetzt wird.   

Wie kann ich mein Tier davor schützen?

 

Zeckenprophylaxe Es ist sehr wichtig, den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen und diese gleich zu entfernen, denn je länger die Zecke saugt um so höher ist das Infektionsrisiko. Wichtig ist nie etwas auf die Zecke zu träufeln, das führt eher zur Erhöhung des Infektionsrisikos. Um zu verhindern, dass die Zecke überhaupt erst zum Saugakt kommt, gibt es verträgliche Spot-on Präparate, die Ihren Hund vor Zecken und Flöhen schützt. 2. Impfung: Seit ca. 6 Jahren steht uns in Deutschland ein gut wirksamer Impfstoff gegen Borreliose zur Verfügung. Die Impfung eignet sich für alle Hunde, die älter als 12 Wochen sind. Sie besteht aus einer Grundimmunisierung, die zwei Injektionen im Abstand von 4 Wochen erfordert. Danach erfolgt eine jährliche Auffrischung. Die beste Jahreszeit für die Borreliose-Impfung ist das Frühjahr, damit der Impfschutz greift, wenn die ersten Zecken aktiv werden.

Ansteckungsgefahr für den Menschen: Bisher gibt es keine Hinweise, dass infizierte Hunde oder Katzen für den Menschen ein Risiko darstellen. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass Zeckenstadien die noch nicht ausreichend gesaugt haben, in einen Haushalt eingeschleppt werden können. Die Zecken überleben im Haus nicht lange und sollten sie sich schon vollgesaugt haben, befallen sie niemanden mehr ohne vorherige Häutung. Die direkte Übertragung von Hunden zu Menschen ist also eher unwahrscheinlich.